Ob akuter Wasserschaden im Keller, Trockenlegung einer Baugrube oder die Förderung von abrasivem Schlamm: Im gewerblichen Sektor sind die Anforderungen an Material und Hydraulik enorm hoch. Wer die falsche Gerätetechnik wählt, riskiert langwierige Projektverzögerungen und kapitale Motorschäden durch Überhitzung, Trockenlauf oder Überkorn.
Wir erklären Ihnen die Mechanik sowie die konkreten Anwendungsfelder verschiedener Pumpenarten – für eine fehlerfreie und wirtschaftliche Investitionsentscheidung.
Inhaltsverzeichnis
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1. Schnellentscheidung: Welche Pumpe brauche ich?
Die passende Pumpe wird zuerst nach dem Fördermedium ausgewählt. Sauberes Wasser stellt andere Anforderungen als Schlamm, Sand, Kies, Laub oder zähflüssige Sedimente. Danach folgen Restwasserhöhe, Förderhöhe, Schlauchlänge, Stromversorgung und gewünschter Dauerbetrieb.
2. Die wichtigsten Auswahlkriterien vor dem Kauf
Fördermedium bestimmen
Zuerst klären, welche Flüssigkeit tatsächlich gefördert werden soll.
Schmutzwasser → Schmutzwasserpumpe
Schlamm → Rührwerkspumpe
Restwasser → Flachsaugpumpe
Maximale Korngröße prüfen
Die zulässige Partikelgröße muss zum realen Fördermedium passen.
Restwasserhöhe festlegen
Entscheidend, wenn Kellerböden, Flachdächer oder Betonflächen möglichst trocken hinterlassen werden sollen.
Förderhöhe und Strecke berechnen
Mit zunehmender Höhe, Schlauchlänge und Anzahl der Bögen sinkt die tatsächliche Förderleistung.
Stromversorgung auswählen
Leistungsbedarf, Einsatzdauer und Einsatzort bestimmen, ob 230 V oder 400 V sinnvoll sind.
400 V → hohe Leistung und Dauerbetrieb
3. Pumpenleistung richtig berechnen
Erforderliche Fördermenge bestimmen
Q = benötigte Förderleistung in m³/h
V = zu förderndes Wasservolumen in m³
t = gewünschte Zeitdauer in Stunden
Gesamtförderhöhe ermitteln
- Hgeo: vertikaler Höhenunterschied vom Wasserspiegel bis zum höchsten Punkt der Druckleitung
- Hverlust: Reibungswiderstand im Schlauch
- Faustformel: 10 % der gesamten Schlauchlänge als zusätzliche Förderhöhe ansetzen
Pumpenkennlinie abgleichen
- Gesamtförderhöhe auf der vertikalen H-Achse suchen
- Horizontal bis zur Leistungskurve gehen
- Auf der Q-Achse die tatsächlich erreichbare Fördermenge ablesen
Praxisbeispiel
4. Schmutzwasserpumpen für Baugrube, Schlamm und Grobschmutz
Schmutzwasserpumpen sind die richtige Wahl, wenn Wasser mit Sand, Schlamm, Laub, kleinen Steinen oder anderen Feststoffen gefördert werden muss. Sie sind robuster aufgebaut als Klarwasserpumpen und verfügen je nach Modell über größere freie Durchgänge oder spezielle Laufradgeometrien.
Im Baugewerbe gehören Schmutzwasserpumpen zu den wichtigsten Geräten für Baugruben, Gräben, Kanalbau, Rohrleitungsbau, GaLaBau und Hochwassereinsätze.
Geeignet für
- Offene Baugruben sowie Tief- und Kanalbau
- Rohrleitungsbau, Gräben und Schächte
- Hochwasser- und Überflutungseinsätze
- Verschmutztes Regenwasser
- Wasser mit Sand, Schlamm, Laub oder kleineren Feststoffen
- Robuste Entwässerungsaufgaben auf Baustellen
Nicht geeignet für
- Sauberes Wasser, wenn maximale Energieeffizienz gefragt ist
- Nahezu trockene Restflächen (hier sind Flachsaugpumpen besser geeignet)
- Stark abgesetzte oder zähflüssige Schlämme
- Medien mit langen Fasern, Textilien oder Folien
- Chemisch aggressive Flüssigkeiten ohne geeignete Materialausführung
- Anwendungen außerhalb der zulässigen Korngröße
Worauf sollte man bei Schmutzwasserpumpen achten?
Entscheidend sind maximale Korngröße, Laufradtyp, Gehäusematerial und Motorschutz. Für Baustellen sind robuste Gehäuse, zuverlässige Dichtungen und ein guter Trockenlauf- beziehungsweise Überlastschutz wichtig.
Je stärker das Wasser verschmutzt ist, desto wichtiger wird ein freier Durchgang im Pumpengehäuse. Bei sandigem oder abrasivem Medium sollte außerdem auf verschleißfeste Materialien geachtet werden.
Schmutzwasserpumpen: Unsere Produktempfehlungen
Atlas Copco Weda S04N
- Max. Fördervolumen270 l/min
- Max. Förderhöhe10,5 m
- BesonderheitEinzigartiges Dichtungssystem
JUNG PKS 800-32
Schachtsystem für Abwasser- Gesamtvolumen640 l
- EinbautiefeSchachtverlängerung bis 2,8 m
- BesonderheitStationäre Schacht-Pumpstation (Unterflureinbau)
Tsurumi HS2.4S
- Max. Fördermenge207 l/min
- Max. Förderhöhe12,2 m
- BesonderheitSchwimmschalter inklusive
5. Klarwasserpumpen für sauberes Wasser
Klarwasserpumpen sind für sauberes oder nur leicht verunreinigtes Wasser ausgelegt. Sie werden eingesetzt, wenn keine größeren Feststoffe, kein Schlamm und keine abrasiven Bestandteile gefördert werden müssen.
Durch enge Spaltmaße und strömungsoptimierte Laufräder erreichen Klarwasserpumpen bei geeignetem Medium einen sehr guten Wirkungsgrad. Sie sind ideal, wenn große Wassermengen zuverlässig und energieeffizient bewegt werden sollen.
Geeignet für
- Regenwasserzisternen und Brunnenwasser
- Sauberes Drainage- und Brauchwasser
- Revisionsschächte mit weitgehend klarem Wasser
- Entleerung von Becken, Tanks und Behältern
- Leichte Entwässerungsaufgaben im Hochbau
- Anwendungen mit geringer Partikelbelastung
Nicht geeignet für
- Baugruben mit Schlamm oder abgesetzten Sedimenten
- Wasser mit Kies, Steinen oder grobem Schmutz
- Stark sandhaltige oder abrasive Medien
- Zähflüssige Flüssigkeiten
- Hochwasser mit unbekannter Verschmutzung
- Einsätze mit größeren Feststoffen im Fördermedium
Worauf sollte man bei Klarwasserpumpen achten?
Bei Klarwasserpumpen zählen Fördermenge, Förderhöhe, Energieverbrauch und Betriebssicherheit. Wichtig ist außerdem, dass das Wasser tatsächlich sauber genug ist. Schon Sand, kleine Steine oder abrasive Partikel können Laufrad und Pumpengehäuse beschädigen.
6. Flachsaugpumpen für Restwasser und nahezu trockene Flächen
Flachsaugpumpen sind Spezialpumpen für Situationen, in denen nicht nur Wasser abgepumpt, sondern eine Fläche möglichst trocken zurückgelassen werden soll. Während klassische Tauchpumpen bauartbedingt oft mehrere Zentimeter Restwasser stehen lassen, saugen Flachsaugpumpen besonders bodennah ab.
Sie eignen sich vor allem für glatte, ebene Flächen wie Kellerböden, Betonplatten, Flachdächer, Industriehallen oder Garagen.
Geeignet für
- Überflutete Keller und Garagen
- Flachdächer nach Starkregen
- Industriehallen und Betonflächen
- Restwasser nach Rohrbruch oder Hochwasser
- Pfützen auf ebenen Untergründen
- Nacharbeit nach dem Einsatz größerer Schmutzwasserpumpen
Nicht geeignet für
- Groben Schmutz, Kies oder größere Feststoffe
- Stark schlammiges oder sandhaltiges Wasser
- Tiefe Baugruben mit hoher Förderhöhe
- Abgesetzte Sedimente oder zähe Schlämme
- Dauerhafte Förderung großer Wassermengen
- Anspruchsvolle Tiefbau- oder Kanalbaueinsätze
Wann sollte man eine Flachsaugpumpe wählen?
Eine Flachsaugpumpe ist sinnvoll, wenn der Restwasserstand entscheidend ist. Sie ist nicht primär für maximal verschmutztes Wasser gedacht, sondern für den sauberen Abschluss einer Entwässerung.
In der Praxis wird häufig zuerst mit einer leistungsstärkeren Schmutzwasserpumpe gearbeitet. Sobald nur noch wenige Millimeter oder Zentimeter Wasser stehen, übernimmt die Flachsaugpumpe die Restentwässerung.
Flachsaugpumpen: Unsere Produktempfehlungen
Tsurumi Flachsaugpumpe Family-12
- Fördermengemax. 80 L/min
- Förderhöhemax. 6,0 m
- BesonderheitSchneller Umbau zur Flachsaugpumpe
Atlas Copco Weda D04BN Flachsaugpumpe
- Fördermenge125 L/min
- Max. Förderhöhe12,0 m
- Max. Tauchtiefe5,0 m
Tsurumi LSC1.4S Flachsauger
- Max. Fördermenge170 L/min
- Max. Förderhöhe11,0 m
- BesonderheitFür den Feuerwehreinsatz geeignet
7. Rührwerkspumpen – Spezialtechnik für hochviskose, abrasive Schlämme
Rührwerkspumpen kommen dort zum Einsatz, wo klassische Schmutzwasserpumpen an ihre Grenzen stoßen. Das betrifft Medien, in denen sich Sand, Ton, Schlamm oder andere Feststoffe am Boden absetzen und verdichten.
Das integrierte Rührwerk wirbelt diese Ablagerungen vor dem Ansaugen auf. Dadurch entsteht eine pumpfähige Suspension, die anschließend gefördert werden kann.
Geeignet für
- Bentonit-Schlämme im Spezialtiefbau, Schlitzwandbau und Tunnelbau
- Stark sandhaltige Baugruben und Bohrgruben
- Absetzbecken, Schlammgruben und industrielle Sedimente
- Förderung hochabrasiver Medien mit hohem Verschleißpotenzial
Nicht geeignet für
- Feststofffreie Flüssigkeiten – hydraulisch unwirtschaftlich
- Flache Restwasserentwässerung bis auf wenige Millimeter
- Medien mit langen Fasern, Textilien oder Folien ohne Schneidwerk
- Anwendungen, bei denen Sedimente nicht aufgewirbelt werden dürfen
Woran erkennt man, dass eine Rührwerkspumpe nötig ist?
Eine Rührwerkspumpe ist sinnvoll, wenn sich Feststoffe am Boden absetzen und eine normale Schmutzwasserpumpe nur Wasser oberhalb der Schlammschicht ansaugt. Typische Hinweise sind wiederkehrende Verstopfungen, stark sandiges Medium oder Pumpvorgänge, bei denen die Förderleistung nach kurzer Zeit deutlich abnimmt.
8. Kraftstoffpumpen
Neben der Wasserförderung erfordert die Baustellen-Infrastruktur im gewerblichen Bereich oft das Handling von Betriebsstoffen. Wer Diesel oder Heizöl im Betrieb, in der Werkstatt oder direkt auf der Baustelle bewegen muss, steht vor einer logistischen Herausforderung. Während eine klassische Handpumpe (wie von Jessberger) die perfekte, stromunabhängige Lösung für den gelegentlichen Einsatz am Einzelfass ist, schlägt bei regelmäßigem Bedarf die Stunde der elektrisch betriebenen Kraftstoffpumpen.
Erstklassige Hersteller wie Zuwa und Bauer Südlohn zeigen, wie diese Technik die Betankung von Maschinen grundlegend beschleunigt:
-
12V / 24V DC (Mobiles Auftanken): Diese Pumpen (wie die Zuwa BI-Serie oder die Bauer TecPump 400) werden einfach an die Autobatterie oder die Batterie des Nutzfahrzeugs angeklemmt. Sie sind die idealen Begleiter für das schnelle, kräfteschonende Nachtanken von Baggern und Traktoren direkt auf dem Feld oder der Baustelle.
-
230V / 400V AC (Stationäre Höchstleistung): Für feste Hoftankanlagen, den Werkstatteinsatz oder das kontinuierliche Umpumpen zwischen Großtanks sind netzbetriebene Kraftpakete (wie die Zuwa Panther- oder E-Serie sowie die TecPump 600) unschlagbar. Sie bieten maximale Durchflussraten und sind für den harten Dauereinsatz ausgelegt.
Der entscheidende Vorteil im Alltag:
Elektrische Zapfsysteme sparen nicht nur enorm viel Arbeitszeit, sie machen den Tankvorgang auch umweltschonend und kontrollierbar. Durch die Kombination mit automatischen Zapfpistolen und mechanischen oder digitalen Zählwerken wird die Kraftstoffabgabe präzise dokumentiert – ganz ohne Überlaufen, Kleckern oder Schätzwerte.
12 V / 24 V (Gleichstrom / DC)
- Flexible Einsätze fernab des Stromnetzes
- Direktbetrieb über Batterie von Traktor, Lkw oder Bagger
- Ideal für mobile Tankanlagen und Servicefahrzeuge
- Schnelle Betankung direkt auf Feld oder Baustelle
- Perfekt für wechselnde Einsatzorte
230 V / 400 V (Wechselstrom / AC)
- Stationäre Hoftankanlagen und Zapfplätze
- Werkstätten und dauerhafte Installationen
- Anschluss an Steckdose oder Starkstrom
- Hohe Förderleistungen für große Kraftstoffmengen
- Ideal für kontinuierlichen Profi-Dauerbetrieb
Impellerpumpen für viskose Medien
Impellerpumpen arbeiten als selbstansaugende Verdrängerpumpen mit einem flexiblen Elastomer-Laufrad. Dadurch können sie selbst aus trockenen Leitungen sofort ansaugen und eignen sich hervorragend für hochviskose Flüssigkeiten.
- Ideal für: Öle, Fette, Farben, Lacke, Klebstoffe sowie chemische Schlämme ohne grobe Feststoffe.
- Vorteil: Hohe Saugleistung und zuverlässiges Fördern zähflüssiger Medien.
- ⚠️ Wichtig: Niemals trocken laufen lassen. Ohne Schmierung wird das Gummilaufrad innerhalb kürzester Zeit beschädigt.
Fass- und Containerpumpen besitzen ein langes Saugrohr und wurden speziell entwickelt, um Flüssigkeiten sicher aus 200-Liter-Fässern oder IBC-Containern um- und abzufüllen. Sie erleichtern die Arbeit erheblich und vermeiden das gefährliche Kippen schwerer Gebinde.
Geeignet für
Motorenöle, Frostschutzmittel, Reinigungschemikalien, Säuren, Laugen sowie weitere Flüssigkeiten in Werkstatt, Bauhof und Industrie.
Wichtig zu beachten
Nicht zur Baugrubenentwässerung geeignet. Diese Pumpen sind ausschließlich für präzises Umfüllen und Dosieren ausgelegt – nicht für hohe Fördermengen.
9. Schläuche und Schlauchaufroller als entscheidendes Zubehör
Die beste Pumpe kann ihre Leistung nicht ausspielen, wenn der Schlauch nicht passt. Schlauchdurchmesser, Länge, Kupplungen und Verlegung beeinflussen die tatsächliche Förderleistung erheblich.
Ein zu kleiner Schlauch erhöht den Strömungswiderstand. Lange Leitungen, viele Bögen oder Höhenunterschiede können die Fördermenge deutlich reduzieren. Deshalb sollte Zubehör nicht als Nebensache betrachtet werden, sondern als Teil des gesamten Pumpensystems.
Darauf sollten Sie bei Schläuchen achten
- Passender Innendurchmesser für die Förderleistung der Pumpe
- Kompatible Kupplungen und Anschlüsse
- Ausreichende Druckbeständigkeit für den Einsatzbereich
- Möglichst knickarme Verlegung ohne enge Radien
- Hohe Abriebfestigkeit für den Baustelleneinsatz
- Schlauchlänge passend wählen – unnötige Reserven vermeiden
- Auf sichere Lagerung und einfachen Transport achten
Wann lohnt sich ein Schlauchaufroller?
Schlauchaufroller sind besonders auf wechselnden Baustellen sinnvoll. Sie erleichtern Transport, Lagerung und das schnelle Ausrollen der Schläuche und reduzieren gleichzeitig Beschädigungen durch Knicken oder Überfahren.
• kürzere Rüstzeiten
• längere Lebensdauer der Schläuche
• weniger Stolperstellen auf der Baustelle
• schneller Auf- und Abbau nach dem Einsatz
10. Pumpentechnik verstehen: Förderleistung, Schlauchverluste und Motorschutz
Bei Pumpen zählt nicht nur die maximale Fördermenge im Datenblatt. Entscheidend ist, wie viel Wasser unter realen Bedingungen tatsächlich ankommt. Förderhöhe, Schlauchlänge, Schlauchdurchmesser und Betriebssicherheit beeinflussen die Leistung deutlich.
Maximale Fördermenge ist nicht Praxisleistung
Die angegebene Fördermenge wird meist unter Idealbedingungen gemessen. Muss Wasser mehrere Meter nach oben oder über lange Strecken gepumpt werden, sinkt die tatsächliche Leistung deutlich.
Wichtig: Die Pumpe immer nach realem Einsatz auswählen: Förderhöhe, Förderstrecke, Medium und gewünschte Fördermenge müssen zusammenpassen.
Schlauchdurchmesser und Schlauchlänge entscheiden mit
Ein zu kleiner oder zu langer Schlauch erhöht den Widerstand und reduziert die Förderleistung. Auch Knicke, Bögen und ungeeignete Kupplungen können die Pumpe ausbremsen.
Achten Sie deshalb auf:
- passenden Schlauchdurchmesser
- robuste Kupplungen
- kurze, direkte Schlauchführung
- knickarme Verlegung
- abriebfestes Material für Baustellen
Schlauchaufroller erleichtern Transport und Lagerung und schützen den Schlauch vor Beschädigungen.
Trockenlauf, Kavitation und Überhitzung vermeiden
Viele Pumpenschäden entstehen durch falsche Einsatzbedingungen. Läuft eine Pumpe trocken, fehlt oft die Kühlung durch das Fördermedium — der Motor kann überhitzen. Schwimmerschalter, Trockenlaufschutz oder thermischer Motorschutz erhöhen die Betriebssicherheit.
Auch Kavitation kann Schäden verursachen. Sie entsteht durch ungünstige Ansaugbedingungen, zum Beispiel verstopfte Ansaugöffnungen, zu enge Leitungen oder zu große Saughöhen.
Fazit: Die richtige Pumpe ist immer eine Systementscheidung
Die Leistungsdaten der Pumpe allein reichen für die Auswahl nicht aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Fördermedium, Förderhöhe, Schlauchsystem und den passenden Schutzfunktionen. Erst wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, arbeitet die Pumpentechnik zuverlässig, wirtschaftlich und mit minimalem Verschleiß.
11. Produkt-Vergleich: Die passenden Produkte für den professionellen Einsatz
| Wenn Ihr Einsatz so aussieht … | Dann wählen Sie … | Warum? | Wichtig zu beachten |
|---|---|---|---|
|
Sauberes Wasser Zisterne, Brunnen, Drainage oder saubere Schächte |
✔ Klarwasserpumpe | Hoher Wirkungsgrad und maximale Förderleistung bei sauberem Wasser. | ✖ Nicht geeignet für Sand, Kies, Schlamm oder grobe Partikel. |
|
Baugrube, Hochwasser oder verschmutztes Wasser Sand, Schlamm, Laub oder kleinere Feststoffe |
✔ Schmutzwasserpumpe | Robuste Bauweise und hohe Betriebssicherheit bei verschmutzten Medien. | Korngröße beachten. Für Restwasser auf ebenen Flächen nicht optimal. |
|
Keller, Flachdach oder Betonboden Restwasser möglichst vollständig entfernen |
✔ Flachsaugpumpe | Saugt Wasser bis auf wenige Millimeter Resthöhe ab. | Nicht geeignet für Kies, groben Schmutz oder starke Verschlammung. |
|
Sandige oder tonige Schlämme Sedimente, Spezialtiefbau oder Absetzbecken |
✔ Rührwerkspumpe | Das integrierte Rührwerk löst Sedimente aktiv und hält sie förderfähig. | Für Spezialanwendungen ausgelegt und mit höherem Verschleiß verbunden. |
|
Fuhrpark-Betankung & Maschinenbetankung Mobiles Betanken auf der Baustelle oder Umpumpen von Diesel/Heizöl |
✔ Kraftstoffpumpe | Zeitsparendes, sauberes Umpumpen von Kraftstoffen. | Spannung wählen: 12 V / 24 V (Akkuklemmen für Servicefahrzeug) oder 230 V / 400 V (stationär). Fördermedium, Zapfpistole & Zählwerk prüfen. |
| Lange Förderstrecken oder häufig wechselnde Baustellen | ✔ Passende Schläuche & Schlauchaufroller | Verbessern Handling, schützen das Material und erhalten die Förderleistung. | Schlauchdurchmesser, Länge und Kupplungen immer auf die Pumpe abstimmen. |
Merksatz: Welche Pumpe passt zu welchem Einsatz?
12. Was Sie beim Kauf einer Pumpe vermeiden sollten
Die maximale Fördermenge gilt nur unter Idealbedingungen. In der Praxis reduzieren Förderhöhe, Schlauchlänge, Schlauchdurchmesser und Verschmutzungsgrad die tatsächliche Leistung deutlich.
Das Fördermedium bestimmt die Pumpenart. Klarwasserpumpen sind nicht für Schlamm oder Grobschmutz ausgelegt. Bei stark abgesetzten, sandigen oder tonigen Medien ist häufig eine Rührwerkspumpe erforderlich.
Ist das Fördermedium stärker verschmutzt als die Pumpe verarbeiten kann, drohen Verstopfungen, blockierte Laufräder und erhöhter Verschleiß. Die zulässige Korngröße muss deshalb zum realen Einsatz passen.
Normale Tauchpumpen lassen oft mehrere Zentimeter Wasser zurück. Für möglichst trockene Kellerböden, Betonflächen oder Flachdächer ist eine Flachsaugpumpe die bessere Wahl.
Zu kleine oder unnötig lange Schläuche, ungeeignete Kupplungen, Knicke und enge Bögen bremsen die Pumpe aus. Pumpe, Schlauch und Förderstrecke müssen immer als Gesamtsystem betrachtet werden.
13. Häufige Fragen zu gewerblichen Pumpensystemen
Welche Pumpe brauche ich für eine Baugrube?
Für Baugruben werden in der Regel Schmutzwasserpumpen eingesetzt, da das Wasser häufig Sand, Schlamm, Kies oder andere Partikel enthält. Bei stark abgesetzten Sedimenten kann stattdessen eine Rührwerkspumpe erforderlich sein.
Wann reicht eine Klarwasserpumpe?
Eine Klarwasserpumpe reicht aus, wenn das Fördermedium sauber oder nur leicht verschmutzt ist. Typische Anwendungen sind Zisternen, Brunnenwasser, saubere Drainage oder das Entleeren von Behältern.
Wann brauche ich eine Flachsaugpumpe?
Eine Flachsaugpumpe ist sinnvoll, wenn Restwasser möglichst vollständig entfernt werden soll – beispielsweise auf Kellerböden, Betonplatten, Flachdächern oder in Industriehallen.
Was ist der Unterschied zwischen Schmutzwasserpumpe und Rührwerkspumpe?
Eine Schmutzwasserpumpe fördert verschmutztes Wasser mit Partikeln. Eine Rührwerkspumpe kommt zum Einsatz, wenn sich Sand, Schlamm oder Sedimente am Boden absetzen und vor dem Fördern aufgewirbelt werden müssen.
Was bedeutet maximale Korngröße?
Die maximale Korngröße gibt an, welche Partikelgröße eine Pumpe verarbeiten kann, ohne zu verstopfen. Dieser Wert ist besonders wichtig bei Schmutzwasser- und Baustelleneinsätzen.
Warum ist der Schlauchdurchmesser so wichtig?
Ein zu kleiner Schlauch erhöht den Strömungswiderstand und reduziert die tatsächliche Förderleistung. Deshalb sollte der Schlauchdurchmesser immer zur Pumpenleistung passen.
Darf eine Pumpe trocken laufen?
In der Regel nicht. Trockenlauf kann Dichtungen und Motor beschädigen. Für längere oder unbeaufsichtigte Einsätze empfiehlt sich ein Schwimmerschalter oder Trockenlaufschutz.









